Was ist der Unterschied zwischen Menschen und Asylanten?

Eine Frage, die ich gerne auch der Innenministerin Maria Fekter stellen möchte, die gemeinsam mit Hannes Missethon dafür zuständig ist, die ÖVP (nur für den Wahlkampf?) so weit als möglich nach rechts zu rücken. Wer Wahlkampf läuft, auch wenn es noch niemand so recht zugibt. Haider hat schon angefangen, Missethon auch schon vor einer Woche, jetzt legt Fekter im “Standard” nach. Abgesehen von der ekelhaften Technik der Verknüpfung von Sicherheitspolitik und Menschen die keine Österreicher sind, die Tom Schaffer in seinem oben zitierten Blogeintrag schon kritisiert hat, fällt mir vor allem auf, dass sie nicht erklären kann, wieso man um das Thema, trotz sinkender Anzahl von Asylanträgen (wieso das jetzt per se ein Erfolg sein soll, ist mir immer noch schleierhaft) und, wie sie selbst sagt, “5 Prozent Kriminellen unter den Asylwerbern” so einen riesen Wirbel macht. Hat wohl wenig mit der “Sachpolitik”, für die sie sich selbst so lobt, zu tun.

In diesem Zusammenhang sei auch auf folgende Geschichte (eigentlich ein Skandal, wird aber wohl zu keinem werden, sind ja nur Asylanten) die der “Standard” aufdeckte, hingewiesen:

Eine ärztliche Untersuchung und der allgemeine Eindruck, den ein Mensch auf einen Mediziner macht, können die Frage, ob die Person schon 18 ist, nicht beantworten. Zu diesem Schluss kamen Experten anlässlich einer Konferenz auf Initiative des UN-Flüchtlingshochkommissariats über Altersschätzung bei Asylwerbern im Juni 2007. Alfred Klabuschnigg, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde aus dem burgenländischen Neudörfl, traut es sich dennoch zu.

Scheiß auf Experten, der 60jähirge wird schon wissen was er tut. Er misst Nieren und Schilddrüse. Deren Länge und Volumen nimmt zu, je schwerer ein Mensch ist. Mehr steht auch nicht in seinen eigenen (sic!) Beilagen zu den Gutachten. Warum seine “Erfolgsquote” von 90 % Volljährigen trotzdem so wichtig ist? Weil Minderjährige Anspruch auf umfassenderen Schutz hätten.

Ebenfalls für den “Standard” hat der Schriftsteller Gerhard Roth vor einem Jahr österreichische Flüchtlingslager besucht, und darüber geschrieben. Wer es noch nicht gelesen hat, dem seien die Texte hiermit ans Herz gelegt.

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