Überlegungen bzw. Versuche, zumindest bestimmte Affen hinsichtlich ihrer Rechte näher an den Menschen, als an andere Tiere zu rücken, gab und gibt es immer wieder (zB in Spanien und in Neuseeland). Da es in dieser Diskussion auch immer wieder um die Begriffe “Selbstbewusstsein” und “Sprache” (als Ausdruck eines solchen ging), war das Affenweibchen Washoe stehts eine Kronzeugin für ihre Art.
Das 2007 im Alter von 42 Jahren verstorbene Affenweibchen wurde ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre vom Wissenschafterpaar Allen und Beatrix Gardner aufgezogen. Dabei versuchten sie, ihr die ASL (American Sign Language), eine Zeichensprache, beizubringen. Diesen Weg wählten sie, da vorangegangene Versuche, Affen eine Lautsprache beizubringen, gescheitert waren. Washoe erlernte über 160 Zeichen dieser Sprache. Später kommunizierte sie mit anderen Affen, denen Allen und Beatrix Gardner bei Wiederholungen des Experiments ebenfalls die ALS beibrachten, über diese. Und Washoe nahm das Affenjunge Loulis statt ihres gestorbenen Junges an und brachte ihm ebenfalls ALS-Zeichen bei.
Ob daraus allerdings geschlossen werden kann, dass diese Tiere ein komplexes Bewusstsein in dem Sinn haben, dass sie sich zB einer Zukunft bewusst sind, ist nach wie vor umstritten.
Anlässlich des Todes von Washoe veröffentlichte die Zeitschrift “Gehirn&Geist” einen Nachruf.
Ethik · Menschenrechte · Recht
Author: Thomas Knapp (633 Articles)
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