TAG | meinungsfreiheit
Nach wie vor ist an vielen Unis Geldverbrennung zwecks Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs angesagt, da wichtige Hörsäle “befreit” wurden.1 Die “BefreierInnen”, ideologisch im Großen homogen, im Detail sehr heterogen, scheinen sich langsam wie zu Hause zu fühlen, immerhin wollen sie, als Hausrecht – wer darf in mein Haus, ihren Freiheitsbegriff durchsetzten.
An der Vorklinik der Uni Graz sind es Hunde, und deren BesitzerInnen die mit restriktiven Auflagen praktisch ausgeschlossen werden (“hundefreie Zonen”, Leinen- UND Maulkorbpflicht)2. Die Uni Graz hat in ihrer Haushordnung kein spezielles Hundeverbot, in den “nicht befreiten” Zeiten, durften Hunde samt BesitzerInnen sehr wohl durch die Vorklinik3 spazieren.
An der Uni Wien grenzt man sich von den “Faschisten” (Burschenschaften) und ihren Freunden, den “Austrofaschisten” (CV) ab. Niemand Farbtragendes darf ins Audimax. Für Details und Diskussion darf ich hier auf Gerald Bäck verweisen, mit dem ich hier im wesentlichen einer Meinung bin.
- An der Uni Graz etwa weichen zahlreiche große Lehrveranstaltungen ins UCI Kino in der Annenstraße aus. Das beudet neben den Kosten für die Uni auch massive Unannehmlichkeiten für die Studierenden, da die Annenstraße nicht mal eben ums Eck ist, und wenn man zeitnah zwei oder mehrere LVs hat, ist das ganz schön blöd. Außerdem möge jedeR KinobesucherIn bitte versuchen sich vorzustellen, wie genau man in einem Kinosessel mitschreiben soll, so ganz ohne Ablagefläche. ↩
- Eines von den dreien wäre verständlich und wohl vernünftig, alle drei zugleich vorzuschreiben, führt zu einer Situation die niemand verantwortungsvolles seinem/ihrem Hund zumuten sollte ↩
- Gemeint ist hier immer der kleine Teil der von der KF-Uni verwaltet wird. Die Medizinuni hat ein Hundeverbot ↩
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Wie die “Atheist Bus Campaign Austria” berichtet, haben die Wiener Linien ihre bereits erteilte Zustimmungen zu den atheistischen Sujets zurückgezogen und den Kunden abgelehnt. Das Wiener Werbemonopol Gewista sagt, sie kann da nicht mehr viel machen. Seit 5. Juni (eigentlich seit dem 1., aber da meldete die Gewista Produktionsschwierigkeiten) hätten eigentlich auf Bussen der Linien 13A und 14A Sujets mit der Aufschrift „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich. Es liegt an uns“ fahren sollen. Momentan liegt noch keine offizielle Begründung vor. politwatch berichtet ebenfalls über diesen Fall, genauso wie The Flowers Are Gone.
Solange es noch keine Begründung gibt, sollte man denke ich noch wütend die Luft anhalten. Ich denke aber, Protestschreiben an die Wiener Linien, die Stadt Wien und die Wiener SPÖ können schon vorbereitet werden.




