Papa Ratzi und die Trennung von Kirche und Staat
orf.at berichtet:
Er sei überzeugt, dass in einer Zeit, “in der sich die Kulturen immer mehr verflechten”, ein neues Nachdenken über Sinn und Bedeutung der Trennung von Kirche und Staat notwendig sei, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Empfang im Pariser Elysee-Palast.
Einerseits sei es notwendig, “auf einer Unterscheidung zwischen politischem und religiösem Bereich zu bestehen”, räumte der Papst ein. Andererseits sei es wichtig, sich “der unersetzlichen Funktion der Religion für die Gewissensbildung” und ihres Beitrags für einen “ethischen Grundkonsenses innerhalb der Gesellschaft bewusstzuwerden”.
Mit anderen Worten – die Kirche hätte gerne mehr direkten politischen Einfluss. Religion soll nicht Privatssache sein. Und irgendwann wird dann im Biologieunterricht staatlicher Schulen kein Kind mehr “aufgeklärt”, außer darüber, dass Jungfrauen sehr wohl Kinder bekommen können, wenn Gott es so will.



Er war auch lustig genug, vor fundamentalistischem Fanatismus zu warnen. Das hat was Ironisches… :)
Herrn Ratzinger halte ich für einen gefährlichen Radikalen, dem man am besten mit einer entspannten Containment Politik begegnet.
Politischen Einfluss zu gewinnen ist legitim, falls es ein transparenter politischer Prozess.
Ich denke im Rahmen der kulturellen Evolution haben sich die ethische Modelle erheblich schneller weiter entwickelt als die Offenbarungen der Religionen.
“unersetzlichen Funktion der Religion für die Gewissensbildung”
So ein Schmarrn! Wer kein Religionsbekenntnis hat, hat laut Ratzinger auch kein Gewissen, oder wie ist das zu verstehen?
Ratzinger erinnert mich ein wenig an die “Fundi”-Partei Die Christen. Ein Weltbild, das in keinster Weise der gesellschaftlichen Realität entspricht.
Jedesmal wenn Ratzinger öffentlich Auftritt, muss man sich schon bereit halten, den Blödsinn den er, untermauert durch seien (unverständliche) Autorität als Papst und “Gelehrter”, ablässt, mit kritischer Vernunft zu relativeren und ins Rechte Licht zu rücken. Ich hab den Eindruck, der arbeitet nach dem Motto “Steter Tropen…”