Integration mit dem Rücken zum Volk

Ich habe heute einen Brief vom Innenministerium erhalten, in dem ich darüber informiert wurde, dass das BMI Günther Platter Bundesinnenminister ist und die österreichische Integrationsplattform koordiniert. In dem Verteiler bin ich vermutlich gelandet, weil ich mir ein Expemlar des Expertenberichts zum Thema Integration bestellt habe. So weit, so uninteressant.

In diesem Brief steht aber auch, dass das BMI auf Tour ist, seit 02. April. Heute war Station in Innsbruck, und da ist, wie die “Presse” berichtet, etwas sehr lustiges trauriges erbärmliches (ich geb es auf, ich finde kein Wort dass das beschreibt) passiert:

“Just als Innenminister Günther Platter das Wort ergriff, störten jedoch Aktivisten der „Plattform Bleiberecht“ die „Roadshow“. Sie platzierten Stühle und einen Tisch vor der Bühne, die mit Slogans wie „Wo ist Arigona?“ geschmückt waren. Das passt bei einer Integrationsshow des Innenministeriums so gar nicht ins Bild.

Die Veranstalter „lösten“ die peinliche Situation auf ihre Weise indem sich das gesamte Podium kurzerhand vom – spärlich vorhandenen – Publikum abwandte. So hielten die Honoratioren ihre Reden und drehten dabei den Besuchern die Rücken zu.”

Was soll man da noch großartig dazu sagen? Schweigen, und still in sich hineinweinen, mehr fällt mir spontan nicht ein…

Schein und Sein

Auf zwischenruf.at habe ich eben einen interessanten Beitrag über pundo3000 gelesen: Man hat sich die Mühe gemacht, 100 verschiedene “halbfertige Nahrungsmittel zum selbermachen” zu kaufen, fertig zu machen, und dann das Ergebnis mit dem Produktfoto auf der Verpackung zu vergleichen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass der erbärmliche Eindruck mancher “Halbfertiggerichte” nicht an meiner Art der Zubereitung liegt…

Wie liberal ist die FPÖ?

Vielfach wird das minifzuikleine liberale Lager in Österreich nicht der Ein-Mann-Partei A. Zach bzw. LIF zugeordnet, sondern dem Ursrpung des LIF, der FPÖ. Im Verständnis von Parteiintellektuellen wie Andreas Mölzer ist die FPÖ national-liberal. Was genau das bedeutet, weiß ich leider nicht, denn wenn man liberal ganz klassisch mit größtmöglicher Freiheit übersetzt, stellt sich mir die Frage, wo genau dies in der FPÖ, die sozialpolitisch mindestens so sehr für Beschränkungen eintritt wie die SPÖ und gesellschaftspolitisch noch weit mehr betoniert als die ÖVP, zu finden sein soll?

Andererseits wiederum fällt die FPÖ als Partei öfters mal ganz weit rechtsaußen auf, sei es durch Wahlkampfslogans und -themen die eine Gleichsetzung von “Ausländern” mit (sozialen) Problemen vornehmen, die Vergangenheit von Parteichef H.C. Strache an, ihre Unterstützung für David Irvinig, andere Kontakte zu revisionistischen bzw. rechtsextremen/antisemitischen Personen, Einzelfälle, in denen FPÖ-Mitglieder/-Funktionäre immer wieder das Verbotsgesetzt zumindest in Frage stellen, oder durch eindeutig rassistische, oä Aussagen auffallen.

Ich kann da keinen liberalen Unterbau/Hintergrund/whatever erkennen…