Heinz Fischer spricht

Der “profil”-Herausgeber Christian Rainer hat mit Bundespräsident Heinz Fischer ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Interview geführt. Gleich die Einstiegsfrage Rainers erscheint mir interessant:

Herr Bundespräsident, drei Tage nachdem wir dieses Interview geführt haben, fliegen Sie nach Kuwait und Katar. Der durchschnittliche Staatsbürger vermutet hinter diesen Namen wahrscheinlich Joghurtsorten. [...]

Ich bin ja schon arrogant und geh von einer weit verbreiteten Dummheit und Unbildung aus, aber das. Hey Rainer, weniger Sportwagen fahren, mehr mit normalen Menschen reden.

Aber zurück zum eigentlich Thema, den Aussagen von BP Fischer. Nachdem man sich fast die Hälfte des Interviews mit dem Thema “Israel und die Palästinenser” aufgehalten hat, fragt Rainer nochmals nach, ob Fischer kein Problem darin sihet, zwei Diktaturen zu bereisen. Fischer antwortet darauf dass dort keine Demokratien gestürzt wurden, dass es nicht unser Kulturkreis sei und dass er ähnlich wie Frankreichs Präsident Sarkozy eine eindeutig postive Entwicklung feststellt. Jetzt aber der eigentliche Höhepunkt dieses Teils:

profil: Italien mit Berlusconi auf Lebenszeit würden Sie nicht besuchen?
Fischer: VIelleicht würde ich irgendwoe in Venedig oder Florenz Halt machen. Aber im Ernst: Die Entwicklung in Kuwait und Katar [...]

Schon erstaunlich, immerhin spricht hier Heinz Fischer, bekannt für Diplomatie und Leerformeln. Ebenso deutlich waren seine Aussagen zum Thema Homosexualität (“keine Krankheit”) und eingetragene Partnerschaft (“wieso nicht am Standesamt?”), über die Oliver berichtet.

Go HeiFi Go!

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5 Responses to “Heinz Fischer spricht”

  1. So ein arroganter Pimpf, dieser Rainer. Er hätte bei der Auswahl seines Haar-Gels besser darauf achten sollen, dass es keine subkutanen Nebenwirkungen auslöst.

  2. Karl sagt:

    Das gibt es doch gar nicht, wie kann man die Bürger als so dumm abstempeln? Ich glaube, das Interview wird alleine aufgrund des Fragers noch für einige Aufregung sorgen und das durchaus zu Recht, wie ich finde.

  3. Chris sagt:

    Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Also allein die erste Sache schon. Da frage ich mich schon, ob man so etwas wirklich in der Öffentlichkeit zeigen sollte. Das stellt ja nicht nur ihn bloß, sondern auch alle Deutschen, denn er ist ja doch eine Person, die sehr viel Einfluss hat. Also manchmal frage ich mich schon, was in den Köpfen von denen vorgeht, das kann ab und an schon echt na ja wie soll ich sagen, komisch sein. Denn mit solchen Sachen rechnet man ja doch nicht sofort.

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