Homoehe den ÖVP-BürgermeisterInnen nicht zumutbar?
GGG.at berichtet, unter Berufung auf “Österreich”, über einen Entwurf für das LebenspartnerInnenschaftsgesetz (vulgo Homoehe), der so deutlich wie befürchtet die Handschrift der
intoleranten und reaktionären Kräfte
ÖVP, trägt. So soll eine Eingetragene PartnerInnenschaft zwar am Standesamt geschlossen werden, aber nicht überall. Den die ÖVP-BürgermeisterInnen müssen vor dem mehr als ekelerregenden Anblick zweier sich küssender Männer genauso geschützt werden, wie vor der sündigen Verführung zweier sich küssender Frauen (oder so…). Auch wird es keine Zeremonie geben, sondern einen beglaubigten Brief. Bei diesem Stand der Dinge müssten die PartnerInnen noch nicht einmal aufs Standesamt kommen. Die “gleichberechtigte Partnerschaft ohne Adoptionsrecht” (ja, das ist eine in sich widersprüchliche Phrase) die am Standesamt geschlossen werden soll, von der die ÖVP-Perspektivengruppe unter dem damaligen Bauernminister und heutigem Größten Finanzminister aller Zeiten, Josef Pröll, fantasiert hat, bleibt noch das Wort “Partnerschaft” und die formale Zuständigkeit der Standesämter (so die BürgermeisterInnen wollen) übrig. Die Faymann-SPÖ, ungewohnt heftig, regt vorsichtig an das man vielleicht, wenn man will, hoffentlich eventuell noch mal darüber reden, oder zumindest nachdenken, könnte, dass es am Standesamt zumindest einer Willensbekundung (Willst du… Ja.) bedarf. Aber! Das ist ein Entwurf der so noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Zwar sollte vermutlich bald einer an die Öffentlichkeit gehen (nach den OÖ-Landtagswahlen, wegen der konservativen WählerInnen), aber das muss ja nicht der sein. Der Aufschrei der HasspredierInnen wird jedenfalls kommen, umso wichtiger ist es, möglichst laut dagegen zu halten. Die SPÖ wird das nämlich nicht machen, hätte aber zumindest auch kein Problem, einen menschenwürdigen Entwurf zu beschließen.

