Kommt @NikoAlm in die Hölle?

Diese, wie der Betroffene selbst schreibt, berechtigte Frage stelle ich seit kurzem in der Sidebar meines Blogs. Es wurde kritisiert, dass die Antwortmöglichkeit “Nein” fehlt. Auch der Vorschlag “ja, ich winke dir dann von oben” schein im Nachhinein betrachtet eine bedauerliche Lücke darzustellen. Nun, die Antwortmöglichkeit “Nein” erscheint mir sinnlos, irgendwie wie die Antwort “Ja” auf die Frage, ob eine Kuh mit doppelter Lichtgeschwindigkeit laufen kann. Allerdings fehlen tatsächlich einige Antworten für die Gläubigen. Diese wurden nun nachgetragen. Ich hoffe, noch rechtzeitig. Beschwerden, dass dies den Ausgang der Abstimmung verzerren könnte (oä) bitte ins Abendgebet einschließen (oder kommentieren oder so, hilft aber weniger, den meine Macht ist beschränkt).

Sebastian vermisste, ebenfalls zurecht, die Möglichkeit diese Umfrage zu kommentieren bzw. diskutieren. Dies soll nun hier geschehen, dazu habe ich seinen im “About” versteckten Kommentar dort entfernt und gebe ihn hier wieder (ich hoffe diese Vorgangsweise ist ok):

Ich möcht kurz deine Umfrage (@nikoalm in die Hölle?) kommentieren, leider kann man das nicht bei der Umfrage selbst, fühl dich also frei, den Kommentar wieder zu löschen, weil er hier ja nicht hinpasst. (Ich bin nicht böse. :))

Unabhängig davon, ob man jetzt gläubig ist, oder nicht (ich zähl mich zu den Agnostiker/innen): Das Himmel/Hölle-Konzept passt nicht wirklich in die Lehre des Christentums. Das ist ein Schmafu, den irgendwer irgendwann zurecht interpretiert hat. Nimmt mans genau, müsste der “Jesus ist barmherzig, egal ob Freund oder Feind”-Grundsatz gelten. Glaubt man der Bibel, hat er ja sogar das Ohr, das einer seiner Jünger/innen einem der Wächter, die in festgenommen haben, abgeschlagen hat, wieder “angeklebt”. Und der Wächter hat in dem Moment sicher nicht gerade gebetet oder so.
Insofern wär eine weitere Antwortmöglichkeit nett: “Die Hölle gibts nicht, Gott wird ihm seine Sünden vergeben und wir werden uns alle spätestens beim nächsten BarCamp im Himmel wieder treffen.”

Aber es geht ja gerade darum, alles überspitzt zu formulieren. Also was mach ich mir überhaupt den Aufwand, das zu erklären. :D

Dazu kann ich nur sagen, dass das eine ketzerische Aussage gegen Gott (weil du ihm unterstellst, er wüsste nicht was er sagte, als er die Bibel diktiert hat), den Heiligen Vater (weil du unterstellst, das er sich in seinem Wissen um die Hölle irre) und die heilige Mutter Kirche (weil du so tust, als würdest du und nicht sie die einzig wahre Bibelauslegung kennen) ist. Du wirst schmoren.

Übrigens, hier noch mal einige Dinge die er dafür tut, von Gott dem Allmächtigen nicht geliebt zu werden:
supernature.at | buskampagne.at | laizismus.at

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3 Responses to “Kommt @NikoAlm in die Hölle?”

  1. Sebastian sagt:

    Nönö, ist nicht ketzerisch. Der Jesus war Gottes Bote (& Sohn), der geschickt wurde, weil das Alte Testament veraltet war (Wozu sonst würd man den Sohn Gottes auf Erden schicken?) und ein Update gebraucht hat, in Form seiner Lehren, die dann eben das Neue Testament wurden. Und das ist sowas von nicht rachsüchtig, ganz im Gegenteil.
    Die rachsüchtigen Teile des Glaubens haben die Katholiken wieder in die Kirchenlehre zurückinterpretiert. Es ist eher Ketzerei, als Christ/in an die Hölle zu glauben, da das NT an vielen Stellen eine Grundsatzentscheidung in Richtung “Vergebung” ist, aber nirgends oder fast nirgends was anderes. (Wer das NT ablehnt, sollte sich also ans Judentum wenden, anstatt die das Wort Jesu zu verleugnen.)

  2. Andy sagt:

    Schön und gut, dass er ein Update wollte (weil er scheinbar doch nicht so perfekt ist, dein Gott).
    Aber er hat ja ca. 500 Jahre später noch so eine Coverversion namens Koran herausgebracht, indem er den Erzengel wieder nach unten schickte zum diktieren……

  3. Sebastian sagt:

    1. Nichts und niemand ist perfekt. Die Anforderungen einer Zeit an Regeln ändern sich. Warum nicht auch die eines Gottes?

    2. “Mein” Gott? Ich bin kein gläubiger Mensch. Aber ich kenne halt ein bisschen die Bibel.

    3. Erstens muss man nicht an den Prohpeten Mohammed glauben (damit wär seine Rolle als Updater der Bibel nichtig), andererseits wird auch hier fehlinterpretiert. Die meisten staatsmännischen Regeln, die Mohammed erlassen hat (zB Scharia, Glaubenskrieg) waren “zeitlich abgegrenzte” Regeln (ich kenne den exakten Begriff dafür nicht mehr), die nur für spezifische Situationen geschaffen wurden – im Gegensatz zu den dauerhaft gültigen Glaubensregeln. Dazu kommt, dass Mohammed zB nie gegen Christen und Juden militärisch vorgegangen ist, er hat alle Religionen mit Eingottglauben geduldet.
    Wissende Moslems, die den Propheten kennen, dürften da heute nicht viel “böser Erzengel” sehen, sondern hauptsächlich eine etwas strengere Religion als dem Christentum, die trotzdem weitgehend gleich ist.

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