Aus der Geschichte lernen: 12. Februar 1934
Am kommenden 12. Februar jährt sich der Beginn des kurzen “Österreichischen Bürgerkriegs” zum 75. Mal. Dies brach aus, als Mitglieder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und deren paramilitärischen Organisation, des Republikanischen Schutzbundes, nicht aufhörten Widerstand gegen den austrofaschistischen Diktator Engelbert Dollfuß zu leisten (Chronologie auf dasrotewien.at).
Dies ist ein Kapitel eins Abschnitts der Geschichte Österreichs, der bis heute kaum aufgearbeitet ist, jene des sogenannten Ständestaates. Der Mann der die junge Demokratie in Österreich endgültig beendet und sich zum Diktator gemacht hat, wird heute nach wie vor in der ÖVP hochgehalten. Anlässlich des 70. Todestages von Engelbert Dollfuß (2004!) veranstaltete man einen Gedenkgottesdienst, und bis heute hängt sein Porträt in den Räumen des ÖVP-Parlamentsklub. Die SPÖ Graz gedenkt den Februarkämpfen am Donnerstag, 12. Februar 2009, um 10:00 am Zentralfriedhof mit einer Kranzniederlegung. Um 16:30 Uhr gibt es unter dem Motto “PREIS UND WERT DER DEMOKRATIE 1934-2009″ einen Rundgang in Gedenken an die Februarkämpfe 1934 in Graz mit Joachim Hainzl (Start: Mahnmal beim Hotel Daniel, Europaplatz). Um 18:30 Uhr findet schließlich eine Gedenkfeier beim Gedenkstein vorm Parteihaus statt, anschließend gibt es eine Diskussion über “Preis und Wert der Demokratie”. In Wien gedenkt die SPÖ den Februarkämpfen am Donnerstag, 12. Februar 2009, ab 18:00 in Wien im Innenhof des Rabenhofs, mit Gedenkreden von Bürgermeister Michael Häupl und Bundeskanzler Werner Faymann.

