Auf den Geschmack gekommen…

Karlheinz Hackl wollte bei den vergangenen Nationalratswahlen mit seiner Partei “Solidarische Kultur Österreichs” (SKÖ) antreten, erreichte aber die notwendige Zahl an Unterstützungserklärungen nicht. Trotzdem (oder gerade deswegen) versucht er es nun nocheinmal. Heute gab er bekannt, dass er bei den Kärntner Landtagswahlen im kommenden Frühjahr antreten will. Dazu braucht er 400 Unterstützungserklärungen.

Er tritt im Jänner und Februar bei mehreren Kulturveranstaltungen in Kärnten auf. Dies sei sein Wahlkampf, erklärt Hackl. In der Aussendung heißt es weiter:

Die Ziele der Partei SKÖ sind die Förderung österreichische Kultur, die Stärkung des Rufes Österreichs als wirtschaftlich starkes und kulturell geprägtes Land in Europa und der Welt, der Kampf gemeinsam mit der EU gegen die Inflation und die daraus resultierende Armut, die Teilnahme und das Engagement im öffentlichen Diskurs in der Sorge für mehr Wirtschaftswachstum, Sicherheit und Bildung, der bedingungslose Einsatz für die Würde der Menschen, die Neudefinition und Umsetzung einer solidarischen und nachhaltigen Politik für alle Menschen und unsere Umwelt sowie die Bewusstseinsbildung für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte Österreichs.

Das klingt nicht nur schön, sondern ist auch ziemlich unkonkret. Welche Partei würde schon Nein zur Förderung der österreichischen Kultur, Inflations- und Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum, Sicherheit, Solidarität, Umweltschutz, etc. sagen? Aber vielleicht ist das ja auch alles nur Marketing?

Eine erste Reaktion gibt es schon von BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz, der Hackls Kandidatur begrüßt und darauf verweist, dass Jörg Haider “eine äußerst erfolgreiche Kulturpolitik sowohl im Bereich Volkskultur als auch Hochkultur betrieben” hat, die das BZÖ jetzt weiterführen wird. Im Bezug auf Hackl fragt er sich aber, ob dieser (Hackl ist gebürtiger Wiener) “jetzt auch persönlich nach Kärnten übersiedeln wird, oder ob er einen Wahlkampf a la Heide Schmidt mit ein paar Kurzbesuchen führen wird.”

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One Response to “Auf den Geschmack gekommen…”

  1. Nirak sagt:

    .. zu BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz, die “Berührungsängste” was Personen betrifft, die keine Kärntner sind verstehe ich jetzt nicht ganz. Haider geborener Oberösterreicher – zwischen Wien und Kärnten hin und weg, seine Ehefrau Tirolerin, währe auch eine gute Nachfolgerin gewesen.
    Rest-Kärnten braucht sich nicht wundern, viele der “eingeborenen Kärntner” befinden sich ja in einem “quasi” Exil ..

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