Sommerakademie Tag 4

Den ersten Vortrag des Tages mit dem Titel „Nation-Building als Strategie der Konfliktbearbeitung“ den Cluadia Derichs (Universität Hildesheim) hielt, habe ich leider versäumt.

Den zweiten Vortrag hielt Rainer Tetzlaff von der Universität Bremen zum Thema „Failing States in Afrika: interne und externe Ursachen für Staatsversagen und Perspektiven für dessen Überwindung“. Zu Beginn verwies er darauf dass es weltweit ca. 40 fragile Staaten, also solche die scheitern bzw. zerfallen könnten, gibt. Dem Einwand des „Eurozentrismus“ begegnete er mit dem Hinweis darauf, dass die Globalisierung auch eine Art „Zwangseuropäisierung“ sei. Eine Konsequenz davon ist, dass es überall einen Zwang zur Wettbewerbsfähigkeit gibt, der vielen afrikanischen Staaten Probleme bereitet.

Für den Abend war eine Diskussion mit dem Titel „Die EU im Dienste der Armutsbekämpfung: Zwischen größter Entwicklungshelferin und Rüstungsexportweltmeisterin“ angesetzt. Geladen dazu waren Carola Bielfeldt, Konfliktforscherin der Universität Innsbruck, Gunther Hauser von der Landesverteidigungsakademie, der Präsident der Caritas Österreich, Franz Küberl und Astrid Wein von Care Österreich.

Diskussion war es trotzdem keine, soviel Kritik am Veranstalter muss sein. Alle Geladenen hielten „Eingangsstatements“ die für 10 Minuten angesetzt waren, aber teilweise weit darüber lagen. Danach wurde direkt das Mikrofon ins Publikum gegeben, was meist zu merkwürdigen „Co-Referaten“ und teilweise sinnlosen Fragen führt, bevor die vier am Podium nur irgendwie miteinander reden konnten. Da ich, wie einige andere auch, die Publikumsgespräche vermeide, gebe ich im Folgenden die Statements wieder.

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