Niederösterreich, Frankreich und Spanien

Die Wählerstromanalyse der Niederösterreichischen Landtagswahlen zeigt, dass die SPÖ doch mehr WählerInnen an die ÖVP verloren hat (nämlich ca. 48.000) als an die FPÖ (ca. 32.000). NichtwählerInnen (ca. 17.000), Grüne (ca. 6.000) und Sonstige (ca. 5.000) wirken da schon fast bescheiden. Rechnet man jetzt die WählerInnen dagegen auf, die die SPÖ aus den jeweiligen Lagern gewonnen hat, sieht es so aus:

Von der FPÖ wechselte niemand zur SPÖ, also ist brutto gleich netto, der Verlust mach ca. 32.000 Stimmen aus. Von der ÖVP wechselten ca. 16.000 Stimmen ins rote Lager, im Endeffekt also ein Verlust von ebenfalls ca. 32.000 Stimmen. Von den Grünen wechselten ca. 7.000 WählerInnen zur SPÖ, was sogar einen Stimmgewinn von ca. 1.000 ergibt. Außerdem gaben ca. 8.000 WählerInnen die beim letzten Mal nicht gewählt hatten, dieses Mal der SPÖ die Stimme, was einen Nettoverlust von ca. 9.000 an das Lager der NichtwählerInnen bedeutet.

Probleme also anscheinend bei StammwählerInnen die nicht wählen gingen, und bei WählerInnen die auch rechts und konservativ wählen.

Ungleich erfreulicher ist dagegen der Blick der sozialistischen Internationalen nach Spanien, und ein wenig auch nach Frankreich. In Spanien konnte der regierende Sozialdemokrat Jose Luis Rodriguez Zapatero die Wahl klar gewinnen, und gewann laut “El Pais” (Stand 10. März, 10.00 Uhr) 169 Mandate (plus fünf). Noch stärker zugelegt hat die konservative Opposition 154 Mandate, plus sechs). Die Gewinne der beiden Großparteien haben logischerweise Verluste der Kleinparteien zur Folge. Das traf vor allem nationalistische Parteien (etwa die beiden der Separationsidee in ihren Regionen, Katalanische Republikanische Linke (ERC) und die Baskische Nationalische Partei). Im Baskenland lag die Wahlbeteiligung aber 8 % unter dem Schnitt. Ein Antreten des politischen Arms der ETA war verhindert worden. Die Mehrheit hat man ab 176 Mandaten. Die Wahlbeteiligung lag mit ca. 75,3 % nahe am Rekordniveau der vorangegangen Wahl (75,6 %). Und in Frankreich konnte die Linke bei den Kommunalwahlen Gewinne erzielen,
die Partei um Präsident Sarkozy verlor. Dafür zog dessen Sohn Jean in den Rat des Departements Hauts-de-Seine ein.

Nähere Infos zB auf wikipedia, standard.at, diepresse.com und elpais.com

This website uses IntenseDebate comments, but they are not currently loaded because either your browser doesn't support JavaScript, or they didn't load fast enough.

Leave a Response