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Aufrechter Kommentar (2): Strache-Hasser und Obama-Liebende
4 Comments · Posted by Thomas Knapp in Politik
Ach was gibt die Gratulation von FPÖ-Chef Strache an Barack Obama den Linken doch wieder für einen schönen Grund, über ihren Lieblingsfeind herzufallen, unter anderem, wenig überraschend, im linken “Standard“. Was man Strache nicht wieder alles vorwirft, ganz so, als würde er herumrennen und “Ausländer vergasen” schreien, was er nicht tut.
Zu den Fakten: Obama ist in Amerika, wie die Weißen auch, eigentlich Zuwanderer. Obama hat sich der Kultur und der Religion des Landes angepasst, er ist gläubiger Christ, nicht Muslim, wie sein Vater, er spricht die Sprache des Lande fließend, es ist seine Sprache, nicht ein kenianischer Dialekt seines Vaters. Er hat hart gearbeitet und sich nichts schenken lassen (ein Doktor der Rechtswissenschaft in Harvard, noch dazu magna cum laude, passiert einem nicht einfach so). Nun wird sich aber kein Strache-Zitat finden lassen, indem er etwas gegen Zuwanderer die sich so verhalten sagt. Vielmehr werden sich viele Zitate finden lassen, in denen er dieses Verhalten begrüßt und ermutigt, und auch von solchen FPÖ-Mitgliedern zu berichten weiß.
Was ist nun in den USA passiert. Ein junger, dynamischer Politiker, eine Art “neues Gesicht, das frischen Wind bring” wurde Wahlsieger. Er hat vor allem bei Jungen und Erstwählern gepunktet. Das ist der Situation von H.C. Strache bei der vergangenen Nationalratswahl nicht unähnlich, also wieso sollte Strache sich nicht auf eine gewisse Art und Weise verbunden fühlen?
Man merkt schon, die linke Position ist nicht beleg- oder haltbar. Aber darum geht es auch nicht. Eine ganze politische Bewegung hat spätestens von 1989 bis 1991 erfahren, das ihre reale Verwirklichung eine Katastrohe ist. Nachdem man diese nun also nicht mehr anstreben kann, muss man sich dadurch am Leben halten, dass man “den Feind” angreift, denn sonst hätte man gar keinen Sinn und Zweck mehr…
Aufrechte Kommentare · FPÖ · Rassismus · USA




hc voigt · 09/11/2008 um 00:41
sorry, aber was sollen diese “links”-verortungen?
v.a. den standard als links zu bezeichnen. wie bitte???
Tom Schaffer · 09/11/2008 um 03:54
vom standard über obama bis zum realsozialismus ist alles dasselbe links? und nur weil obama unter jungen populär ist, ist er dasselbe wie strache? und nur weil hierzulande alle obama für besser als mccain halten, sind sie auch nicht gleich kritiklose anhänger… gerade die linken werden obama sehr viel mehr zu kritisieren wissen, als die rechten ;)
Mathias · 09/11/2008 um 04:48
Mich wundert auch die Gleichstellung von Feinden der Stache’schen Gesellschaftspolitik und Sozialisten erster Ordnung. Gerade im Wirtschaftsspektrum ist Strache ja noch linker als die gesamte ÖVP.
Davon abgesehen ist die Hauptaussage des “linken” Standard vielmehr, dass ein Obama keine Feindbilder braucht, um seine Politik gerade bei den Jungen wirkungsvoll zu vermitteln. Straches Politik läuft aber nahezu ausschließlich über solche – egal ob EU, Ausländer, Sozialschmarotzer oder bloß “Die da oben”. Diesen elementaren Unterschied halte ich für durchaus erwähnenswert.
Michael · 16/06/2009 um 17:46
“also wieso sollte Strache sich nicht auf eine gewisse Art und Weise verbunden fühlen?”
weil nichts dafür spricht?
er hat nichteinmal ansatzweise die selbe bildung genossen, macht eine ganz andere art politik, hat eine andere hauptzielgruppe,…beliebig erweiterbar
weiters: “Obama hat sich der Kultur und der Religion des Landes angepasst”
welcher kultur und religion des landes? grad wenns um amerika geht, is der satz absoluter blödsinn